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Heiraten in Steyr

Hochzeit mit Sonnenschein und Corona-Bier – was will man mehr?!

Das Standesamt in Steyr zeigte sich von seiner besten Seite. Auch wenn sich die Sonne noch so sehr bemüht hat uns zu wärmen, es war unglaublich kalt. Der kälteste Tag seit langem! Aber das war uns allen egal – denn es war der große Tag von Maud & Andreas, einem Paar, wie es im Bilderbuch steht.


Es war meine erste Hochzeit im Jahr 2021, und ich war voller Vorfreude. Ich konnte es kaum erwarten, weswegen ich auch gleich mal viel zu bald am Standesamt in Steyr erschienen bin.


Maud und Andreas haben sich in der Arbeit kennen und lieben gelernt. Schnell war klar – das ist eine Liebe, die ewig hält. Arbeitsbedingt, wohnen die beiden in Niederösterreich, wo sie sich auch vor kurzem ein Haus gebaut haben. Nun können sie endlich den gleichen Nachnamen auf das Türschild schreiben.


Maud’s Familie kommt aus Frankreich und ist Coronabedingt auch schon 5 Tage zuvor angereist, da man ja leider, trotz ständigen negativ-Tests, 5 Tage in Quarantäne sein musste, wenn man nach Österreich einreisen wollte. Aber für Maud tut ihre Familie ALLES.


Dann der große Schock:

Es dürfen nur zwei Menschen mit dem Brautpaar in den Saal. Eine davon war bereits ich, auch wenn ich in dem Moment am liebsten gesagt hätte, ob nicht jemand anderes aus der Familie auch fotografieren kann, weil mir alle so leid taten. Kurzer Hand war klar, die Brautmutter aus Frankreich darf mit rein gehen, alle anderen mussten sich im Freien vor eine große Tür stehen und von draußen die Trauung beobachten.




Das Standesamt in Steyr ist wahnsinnig schön, ich war richtig sprachlos wie ich in den großen, hellen, edlen Raum getreten bin, mit dem großen Kronleuchter an der Decke und den Senfgelben Samtstühlen in der Mitte des Saales.



Es war alles perfekt. Die Familie durfte die Glastüre öffnen und sich in den Türrahmen stellen. Selbstverständlich mit Maske. Aber so konnten sie zumindest „dabei sein“ und die Trauung mitanhören und sehen. Es schienen alle trotz den Umständen sehr zufrieden gewesen sein. Für Unmut war kein Platz, man muss aus jeder Situation das beste machen.














„Willkommen in der Familie Maud – schön, dass du da bist, ich freue mich so sehr“, hörte ich die Bräutigam-Schwester sagen. In dem Moment kämpfte nicht nur Maud mit den Tränen. Auch ich musste mich konzentrieren, dass ich nicht losheule. So schön und emotional.


Nach der wunderschönen Trauung gabs erst mal eine kleine Corona-Jause, so wie’s sich eben gehört zu diesen Zeiten. Ein bisschen Humor gehört dazu ;)


Währenddessen schnappte ich mir die Ringe und den Brautstrauß für Detailfotos.